Unsere Kompetenzfelder

Eindringprüfung (PT)

Oberflächenfehler früh erkennen – sicher entscheiden.
Die Eindringprüfung (PT) ist ein bewährtes zerstörungsfreies Prüfverfahren zum Nachweis offener Oberflächenfehler wie Risse, Poren oder Bindefehler – auch bei nicht magnetisierbaren Werkstoffen. Bei Eurofins Qualitech AG erhalten Sie normgerechte PT Prüfungen mit klarer Dokumentation, kurzen Durchlaufzeiten und nachvollziehbaren Ergebnissen.

Warum Eurofins Qualitech AG?

Wenn es um sicherheitsrelevante Bauteile geht, zählen Erfahrung, Präzision und ein verlässlicher Prüfprozess. Unsere Kunden schätzen besonders:

  • Zertifizierte Prüfer:innen und gelebte Qualitätsstandards
  • Normkonforme Durchführung (z. B. ISO 3452 / EN ISO 3452)
  • Fluoreszierende und Rot‑Weiss‑Verfahren – passend zur Aufgabenstellung
  • Hohe Nachweisempfindlichkeit für feinste Oberflächenanzeigen
  • Saubere Dokumentation (Prüfbericht, Befundlage, Rückverfolgbarkeit)
  • Praxisnahe Beratung: sinnvoll, lösungsorientiert, ohne Umwege

Kurz: Sie erhalten Prüfergebnisse, die nicht nur korrekt sind – sondern entscheidungsrelevant.

Leistungen / Angebot

Welche Eindringprüfverfahren (PT) bieten wir an?

Je nach Bauteil, Material, Oberflächenzustand und geforderter Empfindlichkeit setzen wir das geeignete Verfahren ein.

Fluoreszierende Eindringprüfung (PT‑F) – wenn höchste Empfindlichkeit gefragt ist

Was: Eindringmittel mit fluoreszierender Anzeige unter UV‑Licht.
Für wen: Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen und sehr feinen Fehlerbildern.
Ergebnis: Sichtbarmachung kleinster, offener Oberflächenfehler.
Mehrwert: Besonders geeignet, wenn minimale Rissanzeigen zuverlässig erkannt werden müssen.

Rot‑Weiss Eindringprüfung (PT‑C) – robust und effizient im Alltag

Was: Farbkontrast-Verfahren (Rot‑Weiss) für gut sichtbare Anzeigen.
Für wen: Serien- und Fertigungsbegleitprüfungen, typische Werkstattumgebungen.
Ergebnis: Rasche, klare Indikation von Oberflächenfehlern.
Mehrwert: Wirtschaftlich, schnell und bewährt – bei korrekter Vorbereitung sehr aussagekräftig.

PT für nicht magnetisierbare Werkstoffe – ideal, wenn MT nicht möglich ist

Was: PT funktioniert unabhängig von Magnetisierung.
Für wen: z. B. austenitische Stähle, Aluminiumlegierungen sowie geeignete nichtmetallische Werkstoffe.
Ergebnis: Sichere Prüfung auf offene Materialtrennungen an der Oberfläche.
Mehrwert: Erweiterter Anwendungsbereich gegenüber magnetischen Verfahren.

Prüfbericht & Befunddokumentation – verständlich, vollständig, nachvollziehbar

Was: Dokumentation gemäss Normvorgaben und Kundenanforderung.
Für wen: Qualitätsmanagement, Engineering, Auditoren, Lieferantenfreigabe.
Ergebnis: Klarer Bericht mit Ergebnisdarstellung und relevanten Parametern.
Mehrwert: Unterstützt schnelle Entscheidungen und belastbare Rückverfolgbarkeit.

Ablauf & Dauer

Wie läuft eine Eindringprüfung (PT) typischerweise ab?

Ein sauberer Prozess ist entscheidend – PT ist zuverlässig, wenn Vorbereitung und Zeiten stimmen. Der typische Ablauf:

  1. Vorklärung & Prüfumfang (Material, Oberfläche, Akzeptanzkriterien) – kurz vorab
  2. Reinigung / Vorbehandlungca. 5–20 Min.
  3. Auftragen des Eindringmittelsinkl. Eindringzeit meist 10–30 Min.
  4. Zwischenreinigung (überschüssiges Mittel entfernen) – ca. 5–15 Min.
  5. Entwickler aufbringenca. 5–10 Min. + Entwicklungszeit
  6. Inspektion & Bewertung (visuell oder UV) – abhängig von Bauteil
  7. Dokumentation / Prüfberichtin der Regel am selben oder nächsten Werktag

Durchlaufzeit: häufig 1–2 Werktage (Express nach Absprache möglich)
📌 Wichtig: Oberflächenzustand, Beschichtung, Rauheit und Sauberkeit beeinflussen die Aussagekraft – wir beraten Sie dazu im Vorfeld.

Anwendungsfälle & Normen

Für welche Bauteile und Branchen eignet sich PT besonders?

Die Eindringprüfung wird überall dort eingesetzt, wo offene Oberflächenfehler sicher nachgewiesen werden sollen – insbesondere bei komplexen Geometrien oder nicht magnetisierbaren Werkstoffen:

  • Schweissinspektionen: Schweissnähte, Wärmeeinflusszonen, Reparaturschweissungen
  • Giessen & Schmieden: Porosität, Heissrisse, Risse an Übergängen und Radien
  • Luft- und Raumfahrt: sicherheitskritische Komponenten und strukturrelevante Teile
  • Automobil & Zulieferer: Serienbauteile, Halterungen, Strukturteile, Schweissbaugruppen
  • Fertigung / Maschinenbau: bearbeitete Teile, Flansche, Gehäuse, Wellen
  • Energieerzeugung: Turbinenkomponenten, Rohrleitungen, Armaturen, Reparaturprüfungen

Nach welchen Normen wird geprüft?

Je nach Kundenanforderung und Einsatzgebiet orientieren wir uns an etablierten Standards, u. a.:

  • ISO 3452 / EN ISO 3452 (Eindringprüfung)
  • ASTM E1417 (international häufig in Projekten mit US‑Bezug)
  • Kundenspezifische Werksnormen und definierte Akzeptanzkriterien

Häufige Fragen (FAQ)

Was erkennt die Eindringprüfung (PT)?
– PT zeigt offene Oberflächenfehler wie Risse, Poren oder Bindefehler – nicht jedoch innere Fehler ohne Oberflächenöffnung.

Für welche Werkstoffe ist PT geeignet?
Für viele metallische und nichtmetallische Werkstoffe – auch nicht magnetisierbare Materialien, sofern die Oberfläche geeignet ist.

Was ist der Unterschied zwischen PT und MT?
– PT funktioniert ohne Magnetfeld; MT benötigt ferromagnetische Werkstoffe. PT ist ideal, wenn MT nicht anwendbar ist.

Wann ist fluoreszierende PT sinnvoll?
– Wenn sehr feine Risse sicher erkannt werden müssen. Fluoreszierend bietet oft höhere Sensitivität als Rot‑Weiss.

Beeinflusst die Oberflächenrauheit das Ergebnis?
– Ja. Starke Rauheit, Beschichtungen oder Verschmutzungen können Anzeigen verfälschen. Reinigung und Eignungsprüfung sind wichtig.

Wie schnell bekomme ich den Prüfbericht?
– Typisch innert 24–48 Stunden nach Prüfung – abhängig vom Umfang. Express ist nach Absprache möglich.

Muss das Bauteil demontiert werden?
–  Nicht immer. Das hängt von Zugänglichkeit und Reinigbarkeit ab. Wir unterstützen bei der Abklärung vorab.

Ist PT für sicherheitskritische Komponenten geeignet?
– Ja – bei normgerechter Durchführung, klaren Akzeptanzkriterien und dokumentierter Bewertung ist PT ein etabliertes Verfahren.

 

 

👉 Sie möchten Oberflächenrisse und offene Diskontinuitäten sicher nachweisen, ohne das Bauteil zu beschädigen? Wir unterstützen Sie von der Verfahrenswahl bis zum normgerechten Prüfbericht – effizient und nachvollziehbar.