Unsere Kompetenzfelder

Ultraschallprüfung Tauchtechnik

Die Ultraschall-Tauchtechnik (Immersion UT) liefert besonders hochaufgelöste und reproduzierbare Prüfergebnisse – dank Wasser als Kopplungsmedium und automatisierten Scanabläufen. Das Verfahren erzeugt ein zweidimensionales Bild der Bauteilstruktur und unterstützt so die zuverlässige Bewertung von Materialintegrität, Fehlerlage und Fehlerausdehnung.
Eurofins Qualitech bietet Ihnen dabei farbcodierte C-Scans (Defekt-Maps), individuell definierbare Grenzwerte sowie digitales Reporting – ideal für komplexe Geometrien, Serienprüfungen und anspruchsvolle Qualitätsnachweise.

Warum Ultraschall-Tauchtechnik – und warum Eurofins Qualitech?

Wenn es um Fehlererkennung mit hoher Auflösung und vergleichbare Resultate über Bauteilserien oder Lebenszyklen geht, spielt die Tauchtechnik ihre Stärken aus: stabile Kopplung, geringe Oberflächeneinflüsse, klare Bildgebung.

Ihre Vorteile bei Eurofins Qualitech

  • Optimale Schallübertragung durch Wasser
    Wasser als Vorlaufstrecke schafft ideale Schallübertragungsbedingungen und verbessert die Übertragungsqualität gegenüber kontaktbasierten Setups.
  • 5-Achs-System für komplexe Bauteile
    Unsere Anlage ermöglicht die Prüfung komplexer Strukturen mit reproduzierbaren Scanvorgängen – ein Setup, das in der Schweiz nur wenige Anbieter in dieser Form vorhalten.
  • A-/B-/C-Scan-Dokumentation mit Selektierfunktion
    Die Beurteilung erfolgt über ein fehlfarbig dargestelltes C-Bild mit Selektierfunktion und A-Bilddarstellung; Grenzwerte können bei Bedarf auch nachträglich angepasst werden.
  • Breites Frequenzspektrum – von sehr niedrig bis sehr hoch
    Durch die Wasservorlaufstrecke sind sehr niedrige und sehr hohe Prüffrequenzen möglich – je nach Werkstoff und Prüfziel.
  • Serienfähig & effizient
    Der semiautomatische Prüfablauf ist prädestiniert für Serienprüfungen und liefert stabile, objektivierbare Ergebnisse.
  • Mehrwert gegenüber konventioneller Handprüfung
    Vorteile sind u. a. 100 % Dokumentation der Prüfung, höhere Fehlererkennbarkeit (innen und Oberfläche) sowie weniger Schallübertragungsverluste durch kontaktlose Ankopplung.

Was ist Ultraschall-Tauchtechnik (Immersion UT) – und worin liegt der Vorteil?

Die Ultraschallprüfung in Tauchtechnik nutzt Wasser als Kopplungsmedium und Vorlaufstrecke. Dadurch werden Bauteile unter konstanten akustischen Bedingungen gescannt – unabhängig von kleinen Oberflächenvariationen, die bei Kontaktprüfungen den Schallübergang beeinflussen können.
Das Verfahren ist etabliert und erzeugt ein zweidimensionales Abbild der Bauteilstruktur, wodurch sich Materialien und Werkstoffe auf Fehlerfreiheit prüfen lassen.

Kurz gesagt:

  • stabilere Kopplung (Wasser statt Gel/Öl/Kontakt)
  • bessere Bildgebung und reproduzierbarere Ergebnisse
  • effiziente Flächenprüfung und vollständige Dokumentation möglich

Welche Leistungen bieten wir in der Tauchtechnik an?


1) 5-Achs-Automation für komplexe Geometrien


Worum geht es?

Ein 5-achsiges System führt Prüfkopf und Bauteil in optimaler Orientierung – so lassen sich auch komplexe, rotationssymmetrische oder flächige Formen automatisiert scannen.

Typische Bauteile:
Rotationssymmetrische Teile, Freiformgeometrien, flächige Strukturen, mehrstufige Konturen

Ihr Nutzen:

  • reproduzierbare Scans bei geringerem Bedienereinfluss
  • lückenarme Flächenabdeckung, ideal für Serie und Requalifikation

2) Hochauflösende A-/B-/C-Scans und farbcodierte Defekt-Maps


Was erhalten Sie?

  • A-Bild: Detailinformationen zur Anzeige (Signal-/Zeitverlauf) – u. a. zur Beurteilung von Fehlergeometrie und Fehlertiefe
  • B-Scan: Schnittbilddarstellung zur schnellen Interpretation von Lage und Ausdehnung
  • C-Scan: fehlfarbige Flächenkarte (Defekt-Map) zur klaren Visualisierung und Selektion nach Grenzwerten

Besonderheit:
Die Auswertung des fehlfarbigen C-Bilds erfolgt mit Selektierfunktion und verknüpfter A-Bilddarstellung; Grenzwerte können nach der Prüfung angepasst werden, z. B. wenn sich Abnahmekriterien ändern oder zusätzliche Analysen erforderlich sind.

3) Frequenz- und Prüfkopf-Optimierung – passend zu Werkstoff und Prüfziel

Dank Wasser als Vorlaufstrecke sind sehr niedrige bis sehr hohe Prüffrequenzen möglich.
Das erlaubt die Optimierung je nach:

  • Wanddicke (dünn ↔ dick)
  • Material (Metalle, schallschwächende Strukturen, Verbunde je nach Aufbau)
  • Defektgrösse (Grobfehler ↔ feine Diskontinuitäten)

Ihr Nutzen:
höhere Detektionswahrscheinlichkeit und ein robustes Prozessfenster – besonders wichtig in der Serienprüfung.

4) Serienprüfung & SPC-fähige Berichte

Der semiautomatische Ablauf ist prädestiniert für Serienprüfungen und liefert stabile, wiederholbare Datensätze.
Wir arbeiten mit:

  • wiederholbaren Scan-Rezepten (Parameter, Raster, Zeitfenster)
  • standardisierten Bewertungsregeln (kundenspezifische Grenzwerte)
  • digitaler Dokumentation für QS, Audits und Rückverfolgbarkeit

Was kann die Tauchtechnik besonders gut detektieren?

Mit Ultraschall-Tauchtechnik lassen sich u. a. Wanddicken und flächige Fehler sehr genau detektieren – ebenso kann die Geometrie von Bauteilen (z. B. Rohren) geprüft werden.
Das macht das Verfahren besonders interessant, wenn:

  • grosse Flächen schnell und sicher bewertet werden müssen
  • bildgebende Dokumentation gefordert ist
  • wiederkehrende Prüfungen (Trend/Monitoring) vorgesehen sind

Ablauf & Dauer: So läuft eine Tauchtechnik-Prüfung ab

1) Anfrage & Beratung 

Sie senden uns Werkstoff, Geometrie, Wanddicke, Zielgrössen (Fehlerarten/Grenzen), Norm/Abnahme sowie Stückzahl und Zeitraum.

2) Prüfplanung

Wir definieren Frequenz/Prüfkopf, Scanraster, A-/B-/C-Scan-Setup sowie Referenz-/Kalibrierkörper.

3) Rüsten & Kalibrierung

Einrichten Wasserbad, Justage des 5-Achs-Systems, Empfindlichkeit und Nachweise gemäss Norm/Referenz.

4) Durchführung (in-house)

Semiautomatischer Scan mit Stabilitäts- und Koppelkontrolle, Live-Monitoring der Datenqualität.

5) Auswertung & Bewertung

Bewertung über farbcodierte C-Scans, Selektierung nach individuellen Grenzwerten, Klassifizierung der Befunde.

6) Bericht & Übergabe

Digitaler Prüfbericht mit Screenshots/Maps, optional Rohdatenexport (auf Wunsch verschlüsselt) und Review-Call mit Empfehlungen.

Richtzeiten: Kleinere Prüfungen oft innerhalb weniger Tage; Serien und komplexe Geometrien nach Umfang. Express auf Anfrage.

Anwendungsfälle & Normen

Typische Anwendungsfälle

Die Tauchtechnik wird u. a. eingesetzt für:

  • Qualitätskontrolle moderner Schweiss-, Löt- und Klebeverbindungen
  • Prüfung von Guss- und Schmiedeteilen
  • automatisierte Scanvorgänge für komplexe, rotationssymmetrische oder flächige Bauteile
  • Volumen- und Oberflächenprüfungen (z. B. auf Anrisse)
  • Schweissnahtprüfungen inkl. laser- und elektronenstrahlgeschweisste Nähte

Relevante Normen (Auswahl)

  • EN ISO 16810/16811 – UT: Grundlagen & Geräteeinstellung/Kalibrierung
  • EN ISO 17640 – UT an Schweissverbindungen
  • EN 10160 – UT von Stahl-Flacherzeugnissen
  • EN 10228-3/-4 – UT von Stahlschmiedestücken
  • EN 10308 – UT von Stahlstäben
    (Weitere kundenspezifische Spezifikationen und Branchenstandards auf Anfrage.)

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist Ultraschall-Tauchtechnik?
– Immersion UT nutzt Wasser als Kopplung und erzeugt ein zweidimensionales Bild der Bauteilstruktur zur Fehlerbewertung.

Warum liefert Tauchtechnik so hohe Auflösung?
– Wasser sorgt für optimale Schallübertragungsbedingungen und reduziert Kopplungsschwankungen – damit werden Scans stabil und reproduzierbar.

Ist das Verfahren für Serienprüfungen geeignet?
– Ja. Der semiautomatische Prüfablauf ist prädestiniert für Serienprüfungen und ermöglicht konsistente Datensätze.

Welche Bauteile lassen sich prüfen?
– Besonders geeignet für komplexe, rotationssymmetrische oder flächige Bauteile, Guss- und Schmiedeteile sowie Schweissnähte (inkl. Laser-/Elektronenstrahl).

Welche Ergebnisse erhalte ich?
– A-/B-/C-Scans mit fehlfarbig dargestelltem C-Bild sowie Selektierfunktion und A-Bilddarstellung; Grenzwerte können nachträglich angepasst werden.

Ist Vor-Ort-Prüfung möglich?
– Tauchtechnik erfolgt typischerweise in-house im Wasserbad. Für Vor-Ort-Fälle prüfen wir geeignete Alternativen (z. B. UT/PAUT/TOFD).

Eignet sich Tauchtechnik für sehr dünne oder sehr dicke Teile?
– Durch die Wasservorlaufstrecke sind sehr niedrige wie auch hohe Prüffrequenzen möglich, wodurch sich Setups gut an unterschiedliche Wanddicken anpassen lassen.

 

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Senden Sie uns Werkstoff, Geometrie, Wanddicke, Norm/Abnahme sowie Stückzahl und Zeitraum – wir erstellen eine passgenaue Offerte mit klarer Durchlaufzeit.