Unsere Kompetenzfelder

Ultraschallprüfung (UT)

Die Ultraschallprüfung (UT) ist ein genormtes zerstörungsfreies Prüfverfahren, das Volumenfehler im Innern von Materialien sichtbar macht – und sich auch für Wanddickenmessungen eignet.
Eurofins Qualitech bietet Ihnen dafür ein breites Spektrum: konventionelles UT (Impuls Echo) sowie TOFD, Phased Array (PAUT), Tauchtechnik und mechanisierte Scans – normkonform, präzise und mit digitaler Dokumentation.

Warum Eurofins Qualitech für Ultraschallprüfung?

Bei UT zählt nicht nur die Technik – sondern vor allem die richtige Interpretation. Gerade hier ist Erfahrung entscheidend, damit Anzeigen korrekt bewertet werden.
Darauf sind unsere Abläufe ausgelegt: sauber geplant, nachvollziehbar dokumentiert und effizient umgesetzt.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Breite Verfahrenstiefe: UT, TOFD, PAUT, Tauchtechnik, mechanisiert – passend zu Bauteil, Geometrie und Norm.
  • Präzision & Reproduzierbarkeit: Encoder‑gestützte Scans und mechanisierte Abläufe reduzieren Bedienereinfluss und erhöhen Vergleichbarkeit.
  • Normkonforme Umsetzung: Prüfungen nach EN ISO 17640, EN ISO 10863 (TOFD), EN ISO 13588 (PAUT); weitere Standards und Spezifikationen auf Anfrage.
  • Schnelle Ergebnisse: Digitale Befunde, Berichte und optionaler Datenexport – Offerte in 24–48 h.
  • Industrieerfahrung: Bewährt in Energie/Wasserkraft, Maschinenbau, Anlagen‑ & Rohrleitungsbau, Aerospace, Bahn, Wind.
  • Skalierbar: Von der Einzelteil‑Diagnostik bis zur Serienprüfung – wirtschaftlich und planbar.

Was ist Ultraschallprüfung (UT) – kurz erklärt?

Bei der Ultraschallprüfung wird ein Prüfkopf über die Oberfläche geführt. Er sendet Ultraschallimpulse ins Werkstück und empfängt die Reflektionen (Echos). Aus Laufzeit und Signalform lassen sich Lage und Grösse von Anzeigen ableiten.
Der Vergleich zur Echolot‑Messung passt: Wie beim „Blick ins Wasser” lokalisiert UT Reflektoren im Bauteil – nur eben im Material.

Typische Ziele:

  • innere Fehler (z. B. Einschlüsse, Poren, Lunker) erkennen
  • Schweissnähte beurteilen (z. B. Bindefehler, Risse, unvollständige Durchschweissung)
  • Wanddicken messen und Korrosionszustände bewerten
  • Bauteile dokumentiert freigeben (Go/No‑Go, Bewertung nach Norm)

Welche Ultraschallverfahren bieten wir an?


Konventionelles UT (Impuls‑Echo)


Was ist das?

Das heute am häufigsten eingesetzte UT‑Verfahren: Ultraschallimpulse werden eingeleitet, reflektierte Echos ausgewertet.

Wofür geeignet?
Universell für Metalle, Bleche, Walzmaterial, Rohre und viele Schweissnahtaufgaben.

Ergebnis & Nutzen

  • Lokalisierung und Grössenabschätzung von Volumenfehlern
  • Wanddickenmessung möglich
  • schnell, kosteneffizient und mobil einsetzbar

TOFD (Time of Flight Diffraction)


Was ist das?

TOFD nutzt Beugungssignale an Fehlerkanten und eignet sich besonders für reproduzierbare, dokumentierbare Scans – oft mit Encoder‑Tracking. (Norm: EN ISO 10863)

Wofür geeignet?
Schweissnähte in sicherheitskritischen Komponenten (z. B. Druckgeräte, Anlagen‑ und Rohrleitungsbau).

Ergebnis & Nutzen

  • genaue Aussagen zu Tiefe/Höhe/Länge von Fehlstellen
  • hohe Reproduzierbarkeit und sehr gute Vergleichbarkeit bei Wiederholprüfungen

Phased Array (PAUT)


Was ist das?

PAUT kombiniert verschiedene Einschallwinkel und Fokustiefen elektronisch mit einer Sonde – dadurch lassen sich Prüfungen flexibler und oft schneller durchführen.

Wofür geeignet?
Komplexe Geometrien, schwer zugängliche Bereiche, Serienprüfungen sowie Anwendungen, bei denen eine bildgebende Dokumentation gefordert ist.

Ergebnis & Nutzen

  • bildliche Darstellung, elektronisch gespeichert zur Auswertung und Beurteilung
  • höhere Prüfgeschwindigkeit als konventionelles UT in vielen Anwendungen
  • geeignet für metallische Werkstoffe und auch für CFK‑Bauteile (je nach Aufgabe)

Ultraschall‑Tauchtechnik (Immersion)


Was ist das?

Prüfung im Wasserbad für besonders gleichmässige Koppelung und hohe Auflösung.

Wofür geeignet?
Kleinteile, komplexe Strukturen, Composite sowie Qualifizierungs‑ und Entwicklungsaufgaben.

Ergebnis & Nutzen

  • sehr reproduzierbare Prüfbedingungen
  • detaillierte Fehlerkartierung und aussagekräftige Datensätze

Mechanisierte UT‑Scans (Scanner/Manipulator/Roboter)


Was ist das?

Teil‑ oder vollmechanisierte Prüfungen mit Encoder – für gleichmässigen Vorschub, konstante Koppelung und robuste Datensätze.

Wofür geeignet?
Lange Nähte, grosse Bauteile und schwer zugängliche Stellen. Mechanisierte UT lohnt sich besonders bei langen Schweissnähten und erhöhtem Durchsatz.

Ergebnis & Nutzen

  • hoher Durchsatz, gleichbleibende Qualität
  • Einsatz auch an grossen (teils lackierten) Rohrleitungen möglich; der Roboter fährt automatisiert entlang der Naht.
  • besonders interessant für Betreiber, die Stillstandszeiten minimieren wollen (z. B. Wasserkraft).

Wie läuft eine Ultraschallprüfung ab – und wie lange dauert sie?

1) Anfrage & Beratung

Wir klären Bauteil/Naht, Material, Wandstärke, Zugänglichkeit, Norm/Abnahmekriterien, Umfang sowie Termin und Einsatzort.

2) Prüfplanung

Auswahl des passenden Verfahrens (UT/TOFD/PAUT/Tauchtechnik), Sonden/Keile, Scanraster, Referenzkörper, Sicherheits‑ und Zugangskonzept.

3) Vorbereitung & Kalibrierung

Oberflächencheck, Koppelmedium, Geräteeinstellung und Empfindlichkeit gemäss Norm und Spezifikation.

4) Durchführung (on site oder in‑house)

Manuell, mechanisiert oder robotisch – mit Encoder‑Tracking für präzise Positionszuordnung.

5) Datenanalyse & Bewertung

Interpretation von Echo‑ bzw. Beugungssignalen, Positions‑ und Grössenbestimmung, Klassifizierung nach Norm/Zeichnung.

6) Bericht & Übergabe

Digitaler Prüfbericht mit Scans/Annotationen; optional Rohdatenexport und Review mit Empfehlungen.

Richtwerte: Kleinere Prüfungen oft innerhalb weniger Tage; Serien und komplexe Geometrien nach Umfang. Express auf Anfrage.

Welche Bauteile und Branchen profitieren besonders von UT?

Typische Anwendungsfälle

  • Schweissnähte: Poren, Einschlüsse, Risse, Bindefehler, unvollständige Durchschweissung
  • Gussteile: Lunker, Gasporen, Einschlüsse
  • Walzmaterial & Bleche: Laminierungen, Einschlüsse, Dickenmessung
  • Rohrleitungen/Pipelines: Korrosion, Erosion, Rissbildung (innen/außen)
  • Schichtdicken-/Wanddickenmessung: Zustandsüberwachung, Restwand
  • Composite/CFK: Delamination, Einschlüsse (je nach Bauteilaufbau)
  • Windkraft & Energie: Rotorblätter, Naben, Schweisskonstruktionen, Kraftwerkskomponenten
  • Additive Fertigung (AM): innere Konsistenz, poröse Zonen, Bindefehler

Relevante Normen (Auswahl)

  • EN ISO 17640 – Ultraschallprüfung von Schweissverbindungen (allgemeines Verfahren)
  • EN ISO 10863 – TOFD an Schweissverbindungen
  • EN ISO 13588 – Phased Array UT an Schweissverbindungen
  • EN ISO 16810/16811 – Grundsätze & Geräteeinstellung (UT)
  • EN ISO 11666 – Bewertungsstufen UT an Schweissverbindungen

(Weitere kundenspezifische Spezifikationen und Standards auf Anfrage.)

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist Ultraschallprüfung (UT)?
– Ein zerstörungsfreies Verfahren: Schallimpulse dringen ins Material, Echos zeigen innere Fehler und Wanddicken an.

Worin unterscheiden sich UT, TOFD und PAUT?
– Konventionelles UT arbeitet vor allem mit Reflexion (Echo). TOFD nutzt Beugung an Fehlerkanten zur präzisen Vermessung. PAUT steuert den Schall elektronisch für flexible Winkel und schnelle Flächenabdeckung.

Für welche Bauteile eignet sich UT besonders?
– Für schallleitfähige Werkstoffe – z. B. Schweissnähte, Gussteile, Walzmaterial, Rohrleitungen und Bleche.

Wie schnell erhalte ich Ergebnisse?
– Je nach Umfang meist zeitnah; Express ist möglich. Bericht digital mit Scans/Bildern und Bewertung.

Ist die Prüfung vor Ort möglich?
– Ja – mobil on site oder in‑house. Mechanisierte Scans sind ideal bei langen Nähten und grossen Rohrleitungen.

Wie werden Daten bereitgestellt?
– Als digitaler Prüfbericht; optional Rohdatenexport und auf Wunsch verschlüsselte Übermittlung.

Welche Angaben benötigen Sie für ein Angebot?
– Bauteil/Naht, Material, Wandstärke, Norm/Zeichnung, Stückzahl/Nahtmeter, Termin, Ort sowie relevante Spezifikationen.

 

 

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